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Was koche ich heute bloß?

Ich glaube, ich habe noch nie gesehen, wie meine Mutter oder Oma nach irgendeinem Rezept gekocht haben. Und damit meine ich wirklich das strikte Befolgen der Kochanleitung. Wahrscheinlich liegt es daran, dass Beide von Ihren Müttern gelernt haben etwas anders zu kochen. Nämlich nach Gefühl und wie meine Mutter immer sagt, „mit Liebe“.

Früher, sehr viel früher, also um die Zeit der Pharaonen gab es den Beruf des Gewürzhändlers, unter den Arabern zum Beispiel. Gewürze galten als Statussymbol, als Heilpflanzen und vor allem aber als Würzmittel und Geschmacksträger. Majoran, Thymian, Safran, Pfeffer oder Chili fanden allmählich ihren Weg aus der Ferne zu uns nach Europa. Kaum vorstellbar, welche Wichtigkeit und Bedeutung zum Beispiel Ingwer in seiner Wertigkeit hatte. So konnte man ein Schaf gegen ein Pfund Ingwer tauschen beziehungsweise erwerben.

Weil auch meine Oma und Mutter und deren Vorfahren ihre Wurzeln im Süden Europas haben, spielten Gewürze immer schon eine große Rolle, wenn sie kochen. Früher habe ich Beide immer wieder still beobachtet, die Küche roch nach 1001 Nacht, es dampfte, kochte und backte vor sich hin.

Kochen mit allen Sinnen, etwas Neues ausprobieren, zu experimentieren, sich inspirieren zu lassen und seine eigene Familie zu verköstigen. Und wenn dann einer beim Essen die Augen schließt, sich zurück lehnt und ein leises „Mhhh…“ von sich gibt, dann ist das großartig. Für mich zumindest.

Meine Mama und Oma haben es mir vorgemacht, das mit dem Kochen nach Gefühl. Und es klappt. Vor allem, weil es so viel Freude macht, einfach Lust auf ein bestimmtes Gericht, ein Gewürz oder eine Zutat zu haben, kurz zu überlegen und dann einfach in der Küche loszulegen.

Als Mama hat man oft wenig Zeit zum Kochen. Time is running… Ich kenne das. Aber umso wichtiger ist es mir, dass mein Kind abwechslungsreich, ausgewogen, bewusst und vor allem frisch isst. Ich möchte den maximalen Geschmack in wenig Zeit erreichen. Und weitergeben, dass Essen ein kostbares Gut ist, das man zu schätzen wissen muss, aber es genauso, oder gerade deswegen, unbedingt genießen sollte.

Irgendwann habe ich mal Orecchiette mit Ricotta und Parmesan gemacht. Wir tauften die Patsa irgendwann auf ‚Mama Speziale‘ um. Damit ich die neue Lieblingspasta nicht jedes Mal neu erfand, habe ich irgendwann angefangen mir meine Zutaten auf Zetteln aufzuschreiben. Zwar habe ich wie immer nach Gusto gewürzt und vermischt, aber wenigstens wusste ich später noch, was ich alles verwendet habe. Hier auf ma:am teile ich meine Gerichte jetzt mit Dir. Ich will die Liebe zum Kochen gerne weiter geben. Mein Leben lang schon bin ich Vegetarierin, also werdet Ihr hier auf meinem Blog ausschließlich fleischlose Gerichte finden.

Du isst aber gerne mal Fisch oder Fleisch? Dann variiere doch einfach Deins mit Meinem und kreiere ein neues Gericht draus. Das Gleiche gilt bei Gewürzen oder Zutaten. Ich liebe Thymian. Du vielleicht aber nicht. Dann lass Dich einfach inspirieren und probiere anstatt dessen ein anderes Gewürz aus.

Und wenn Du mal keine Zeit oder auch keine Lust hast, einen Teig zum Beispiel für einen Flammkuchen zu machen, dann schau doch einfach, ob du einen guten Fertigteig findest.

Ich freue mich, dass Du hier bist und wünsche Dir ganz viel Spaß und Freude – vor allem aber viel Phantasie beim Kochen.

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